Evangelische Kirchengemeinde Burgbracht

Burgbracht ist ein kleiner, ländlich geprägter Ort mit rund 280 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die überschaubare Größe des Dorfes fördert ein starkes Gemeinschaftsgefühl und ein lebendiges Miteinander, das den Ort bis heute prägt.

   

GEMEINDEBÜRO

Kirchberg 3, 63699 Kefenrod-Hitzkirchen

Sekretariat: Christa Schildt
Telefon: 06054/5226
E-Mail: kirchengemeinde.hitzkirchen(at)ekhn.de

Öffnungszeiten: dienstags von 9 bis 12 Uhr

Vorsitzender des Kirchenvorstands: Bernd Sinner
Telefon: 06049/1659

Eine Kirche mit langer Geschichte und lebendiger Gegenwart

Die Geschichte der Kirche in Burgbracht reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Bereits 1419 wird erstmals ein Kaplan in Burgbracht urkundlich erwähnt und damit auch eine Kirche beziehungsweise Kapelle im Ort nachgewiesen. Mit der Einführung der Reformation im Jahr 1544 wurde Burgbracht evangelisch und gehört seit dem 16. Jahrhundert zum Kirchspiel Hitzkirchen.

Nach den schweren Schäden des Dreißigjährigen Krieges war die alte Kapelle nicht mehr zu erhalten, sodass am 11. Juni 1738 der Grundstein für die heutige Kirche gelegt wurde. Bis 1741 entstand die barocke Querkirche, deren historische Innenausstattung bis heute weitgehend erhalten ist.

Mit ihrer besonderen Atmosphäre und ihrem unverwechselbaren Flair ist die Burgbrachter Kirche weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt und geschätzt. Sie ist nicht nur ein historisches Bauwerk, sondern zugleich Mittelpunkt des kirchlichen Lebens. In den Jahren 2014 bis 2015 wurde der Innenraum der denkmalgeschützten Kirche umfassend saniert und behutsam restauriert.

Historisch bewahrt – modern gestaltet

Dabei erhielt die Kirche eine zeitgemäße liturgische Gestaltung mit einem neu geschaffenen Altar und Taufbecken in moderner künstlerischer Form. Eine moderne Ton- und Medientechnik unterstützt heute die vielfältige Gottesdienstgestaltung. Mit neuen Antependien, die derzeit vom Atelier 14 in Fulda gestaltet werden, wird die künstlerische Weiterentwicklung des Kirchenraums fortgeführt.

So verbindet das Gotteshaus auf eindrucksvolle Weise seine historische Substanz mit zeitgenössischer Kunst und einer lebendigen Gottesdienstkultur.

1419

Erste urkundliche Erwähnung

Erstmals wird ein Kaplan in Burgbracht urkundlich erwähnt – und damit eine Kirche beziehungsweise Kapelle im Ort nachgewiesen.

1544

Einführung der Reformation

Mit der Einführung der Reformation wird Burgbracht evangelisch und gehört seit dem 16. Jahrhundert zum Kirchspiel Hitzkirchen.

1738

Grundsteinlegung

Nach den schweren Schäden des Dreißigjährigen Krieges wird am 11. Juni der Grundstein für die heutige Kirche gelegt.

1741

Fertigstellung der Querkirche

Die heutige barocke Querkirche ist fertiggestellt. Ihre historische Innenausstattung ist bis heute weitgehend erhalten.

2014–2015

Sanierung und Restaurierung

Der Innenraum der denkmalgeschützten Kirche wird umfassend saniert und behutsam restauriert.

Ein vielfältiges Gemeindeleben

Der evangelischen Kirchengemeinde Burgbracht gehören derzeit 144 Gemeindeglieder an. Das kirchliche Leben ist ein wesentlicher Bestandteil der Dorfgemeinschaft und bietet Raum für Begegnung, Glauben und gemeinschaftliches Engagement.

Ein besonderes Kennzeichen der Gemeinde sind die seit vielen Jahren regelmäßig stattfindenden musikalischen Gottesdienste. Ob klassische Kirchenmusik, Chorgesang, Bläsermusik, Gospel, moderne geistliche Musik oder thematische Gottesdienste – die Vielfalt der musikalischen Gestaltung spricht Menschen weit über Burgbracht hinaus an. Die besondere Atmosphäre der Kirche trägt wesentlich dazu bei und macht diese Gottesdienste für viele Besucherinnen und Besucher zu einem besonderen Erlebnis.

Auch die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden ist ein wichtiger Bestandteil des Gemeindelebens. Burgbracht engagiert sich seit vielen Jahren aktiv in der Vorbereitung und Gestaltung des jährlich stattfindenden Weltgebetstages, der im Wechsel mit den Gemeinden des Nachbarschaftsraums gefeiert wird. Ebenso stärken die regelmäßig gemeinsam gestalteten Seniorennachmittage die Gemeinschaft über die Ortsgrenzen hinaus und fördern den Austausch zwischen den Generationen.

Gemeinsam unterwegs im Nachbarschaftsraum

Mit Offenheit und Zuversicht blickt die Gemeinde auf die Entwicklungen im Nachbarschaftsraum der „Evangelischen Kirche zwischen Nidder und Bracht“. Die damit verbundenen Veränderungen werden als Chance gesehen, Bewährtes zu bewahren, neue Impulse aufzunehmen und das kirchliche Leben gemeinsam weiterzuentwickeln.

Burgbracht versteht sich als lebendige Kirchengemeinde, in der geschichtliche Tradition, zeitgemäße Kirchenkunst, vielfältige Gottesdienstformen, musikalische Offenheit und eine engagierte Gemeinschaft auf besondere Weise zusammenwirken. Mit diesen Gaben und Erfahrungen bringt sich die Gemeinde in den gemeinsamen Weg des Nachbarschaftsraums ein.

Text: Bernd Sinner